Einen wunderschönen ersten Januar wünsche ich euch. Seid ihr gut ins neue Jahr reingekommen?

Ich muss ja gestehen, dass es mir vorm gestrigen Tag bzw. der Nacht graute. Mein Verhältnis zu Böllerei war noch nie wirklich freundschaftlichen Natur, spätestens aber seit dem Vorfall 11 kann ich mehr denn je dankend drauf verzichten.

Das Jahr 2012 begann für mich nämlich mit Brandloch in der Stirn. Wie es dazu kam kann ich nicht genau sagen, verantwortlich dafür war aber eine der Böller-Batterien von Aldi, die beim Anzünden nicht wie vorgesehen nach oben wegböllerte sondern sich aus welchen Gründen auch immer auf die Seite warf und schnurstracks auf mich, ein Kleinkind und eine Schwangere los schoss. Blöd nur, wenn man vorher dachte, komm, wir bleiben mal lieber  geschützt an der Hauswand stehen, da passiert nix. Hauswand links, Hecke rechts, Treppe im Rücken erschweren das zur Seite Springen nämlich ungemein, wenn so eine Rakete geradewegs auf einen zuschießt.

Kurzum, es knallte. Himmel sei Dank blieb das Kleinkind unversehrt. Die Schwangere hatte ein Brandloch in der Daunenjacke auf Bauchhöhe, das Baby kam 4 Monate später gesund und munter zur Welt und ich, ich war dankbar Brillenträger zu sein, eine Wollmütze aufgehabt zu haben und unseren Hochzeitstermin auf August und nicht auf März gelegt zu haben.

Summasummarum, Boller brauch ich nie wieder.

Die letzten beiden Silvester waren recht entspannt, denn mit Baby lag man eh um 20 Uhr im Bett. Dieses Jahr allerdings drohte deutlich unentspannter zu werden. Der Nachwuchs ist nämlich jetzt zweieinhalb und in der besten, „oh Gott, was war das, ich habe Angst“ Phase.

Die Böllerei tagsüber und am frühen Abend fand er schon ziemlich befremdlich, aber Dank Lego Duplo, Reiskiste (darüber werde ich demnächst noch schreiben) und elektronischem Babysitter, seines Zeichens ein iPad, gelang die Ablenkung recht gut.

Anders sah es aus als wir um 22:30 Uhr endlich im Bett lagen und keinerlei Ablenkung mehr da war. Anfangs ging es noch mit Ohren zuhalten, aber ganz ehrlich, wer möchte schon einem zweijährigen bis früh um 4 die Ohren zuhalten, bis auch der letzte Depp gemerkt hat, dass Mitternacht um ist? Irgendwann drohte die Stimmung dann auch zu kippen. Denn Angst gepaart mit Müdigkeit aber nicht einschlafen können ist einfach eine ganz ganz blöde Kombination bei zweijährigen.

Aber wir waren vorbereitet.

Kennt ihr 3M Kinder Schallschutzkopfhörer? Falls nicht, ist jetzt ein sehr guter Moment, sie kennenzulernen. Nein, 3M bezahlt mich nicht für diesen Beitrag und die Teilchen habe ich auch ganz oldschool selbst gekauft. Aber hey, das Teil hat uns Schlaf geschenkt, da teile ich meine Erfahrung doch sehr gerne!

Der Nachwuchs kannte die Kopfhörer zwar schon, weil sie regelmäßig beim Staubsaugen, Rasenmähen oder diversen Sägearbeiten zum Einsatz kommen. Aber wenn Mama nachts um halb zwölf in völliger Dunkelheit und Geknalle plötzlich auf die Idee kommt, einem die Teile überstülpen zu müssen, kann man schon mal etwas missmutig werden.

Es war also ein kurzer Kampf nötig, um das Kind zu seinem Glück zu zwingen, aber als sie erst mal auf den Ohren waren, war sofort alles gut. So gut, dass er in unter 2 Minuten bereits eingeschlafen war.Selbst als es dann um Mitternacht richtig los ging mit der Böllerei, rührte sich das vorher noch angstgeplagte Kerlchen keinen Millimeter. Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber nicht, dass es so gut klappen würde. Ganze anderthalb Stunden hat er friedlich mit den Dingern auf dem Kopf im Bett gelegen, ohne dass er auch nur einmal dran rumgezuppelt hätte oder wach geworden wäre. Vermutlich wäre er auch noch länger damit liegen geblieben, aber ich wollte sie ihm dann doch ausziehen, bevor ich endgültig einschlafe.

Mein Fazit des Tages: ich fand die Teile vorher schon ziemlich sinnvoll, aber uns haben sie definitiv den Jahreswechsel gerettet.

Viele Grüße und alles liebe für 2018

Nadine

 

 

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