Krieg der Mütter – Lernen am Modell

Krieg der Mütter – Lernen am Modell

Wann genau wurde es eigentlich salonfähig, dass Mütter andere Mütter hinter gar nicht mal so vorgehaltener Hand zerpflücken?

Eigentlich war ich geneigt, kritisieren zu schreiben, aber unter Kritik verstehe ich etwas konstruktives. Das, was aber mitunter auf Spielplätzen, Schulhöfen und am allerschlimmsten online abgeht, hat mit Kritik nichts mehr zu tun, das ist blankes Zerfleischen. Hühnerkampf deluxe sozusagen, nur braucht man nicht mal drauf wetten, denn einen Gewinner gibt es am Ende nie.

Hier in gekürzter Form eine kleine zarte Auswahl dessen, was ich in den letzten Monaten sowohl online als auch offline aus Müttermündern verlauten hörte:

Da ist diese Frau Ende 30, Mutter eines 5jährigen. Diese furchtbaren Karrierefrauen! Alle gleich! Nur am Arbeiten. Das arme Kind, nicht mal ein Geschwisterchen! Aber wie auch, wenn der Job wichtiger ist, als die Familie.

Ganz anders bei der Mutter von dreien, das vierte unterwegs. Der Mann Arzt, also unweigerlich ein klassischer Fall von „keep them pregnant and busy“. Die wollte das ja bestimmt gar nicht, aber er ist ja nie da. Wenn sie mit den Kindern zu tun hat, ist sie wenigstens beschäftigt und er kann weiterhin so viel arbeiten. Vermutlich legt er deswegen so großen Wert drauf, dass sie ständig schwanger ist, damit er seine Ruhe hat.

Ganz im Gegensatz natürlich zu der Dame mit Kopftuch, bei der ebenso das vierte unterwegs ist. Das ist ja reines Kalkül und ausschließlich wegen des Kindergeldes. Keine Frage. Sieht man ja, die drei ersten sind ja schon unmöglich. Nicht mal schwimmen kann der 4jährige, man wisse das, man sei ja in der gleichen Kitagruppe.

Dann hätten wir noch die, die immer am Handy ist, die, die ihr Kind nicht unter Kontrolle hat, weil es zu viel bei der Tagesmutter / der Kita / den Großeltern / ersetze hier eine beliebige Person deiner Wahl ist. Die, deren Kind bereits mit 3 Industriezucker bekommt und deshalb natürlich unweigerlich ein ADHS entwickelt, die, die ihre Kinder sogar tagsüber schnullern lässt und somit aktiv die Zahnfehlstellung provoziert, die, deren Nachwuchs mit 18 Monaten IMMER NOCH Windeln trägt und die, die nicht merkt, dass das Kind eine Sehstörung / Lernschwäche / Entwicklungsstörung / Sprachfehler oder sonstiges hat, weil sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Nicht zu vergessen, die, die ihr 2jähriges noch stillt oder gar die, die überhaupt gar nicht erst stillen wollte! Und Impfen, lasst uns bloß nicht vom Impfen reden.

Ganz wichtig dabei ist aber vor allem eins, da ist sich die weibliche Spielplatz-/Socialmediapolizei einig: egal wie, egal wo, all diese Frauen sind als Mutter gänzlich ungeeignet und man selbst würde alles ganz anders machen, denn schließlich geht es ja ums Kindeswohl und da hört der Spaß auf.

Sagen wir wie es ist: Auch ohne die Argusaugen und Urteilsvermögen der gesammelten Mutterschaft um einen rum ist Muttersein anstregend. Brutal anstrengend. Umso mehr, je später du es geworden bist. Denn dann warst du schon sehr lange dran gewohnt, deine Arbeit, dein soziales Umfeld, und vor allem deine Eigenständigkeit zu haben und dein eigenes Ding zu machen. Egal wann, egal wie, egal wo. Ganz wie du wolltest.

Und dann kommt dieser Zwerg und nichts ist mehr so, wie es war. Und wird es auch nie wieder werden. Der Schlafmangel, die Hormonwallungen, das nicht mal mehr allein aufs Klo gehen Können. Das konstante innere Zerwürfnis, wie man allem und jedem und vor allem sich selbst gerecht wird. „Gehe ich wieder arbeiten und lasse mein Kind im Stich, oder bleibe ich zu Hause, liege dann aber dem Mann auf der Tasche? Was, wenn der Arbeitgeber nicht mitspielt? Finde ich nach 1, 3, 5, 8 Jahren Auszeit je wieder einen Job? Und wenn ja, kann ich ihn dann überhaupt noch?“. Stillen und Demenz gehen ja auch gerne mal stillschweigend einher. Du wägst hin, du wägst her und egal, welche Entscheidung du triffst, zweifelst du dennoch immer wieder, ob sie richtig war. Denn im Kern wollen wir alle nur eins: das Beste fürs Kind und die kleine neue Familie. Nur, wie soll man wissen, was das Beste ist, wenn man noch nie in der Situation war und auch nicht weiß, wie es wäre, wenn man anders entschieden hätte?

Der Freundeskreis ist auch nur bedingt eine Hilfe, denn der hat oftmals Kinder, die schon viel älter sind (und somit so manches schon wieder vergessen/verdrängt hat) oder aber hat (noch) gar keine. Eltern, Großeltern und sonstige Verwandtschaft sind in alle Himmelsrichtungen verstreut, nur nicht vor Ort. Wenn du selbst Zeit für einen Kaffee hättest, sind alle anderen arbeiten und wenn sie um 18:30 Uhr Feierabend haben, liegst du völlig erschöpft auf der Couch oder sitzt genau so erschöpft im Dunkeln neben einem Kinderbett, summst Lieder und hältst Händchen. Nie zuvor warst du so eng an ein anderes menschliches Wesen gebunden und gleichzeitig so einsam.

Ich kann nicht in Köpfe reinschauen, von daher möchte ich nicht behaupten, dass es allen so geht. Aber ich wage zu behaupten, es sind verdammt viele, die zwischenzeitlich so empfinden. Denn das Rollenmodel „Er geht arbeiten, sie bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder“ ist immer noch die Norm. Die Zeiten, in denen aber die Mutter, die Oma und noch zwei Tanten im gleichen Haus wohnten und ab und an zur Hand gehen oder einfach mal mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten sind längst vorbei und dann stehst du da mit deinem Säugling, der dich mitunter weder schlafen, noch essen, noch pullern lässt und du bist primär nur eins: auf dich allein gestellt.

Bevor jetzt der Aufschrei kommt, ja natürlich gibt es die Partner. Es gibt sehr engagierte, liebevolle und aufmerksame Partner, solche die sich um alles kümmern und im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles für die Familie tun. Aber auch bei diesen Partnern gilt: wer einen gewissen Lebensstandard aufrechterhalten will, ist darauf angewiesen, dass ein volles Gehalt am Ende des Monats aufs Konto kommt. Und das geht in der Regel nur, wenn eine Person voll arbeitet. Moderne Welt hin oder her, wir wissen alle, dass das in den meisten Fälle nicht die Person ist, an deren Brust alle 2-3 Stunden für 20-30 Minuten genuckelt wird. Wenn der Partner also im Schnitt 9 Stunden am Tag arbeitet und zudem noch ein Mindestmaß an Schlaf benötigt, um diese Stunden zu überleben, kann man sich an einer Hand abzählen, wie viele Stunden eine durchschnittliche Mutter am Tag auf sich allein gestellt ist.

Das ist kräftezehrend. Schlafentzug zudem eine anerkannte Foltermethode. Das letzte, was Frau da noch braucht, sind andere Mütter, die ihr wertende Kommentare und überhebliche Blicke entgegenschleudern.

Vielleicht würde die Karrierefrau liebend gerne zu Hause bleiben, weiß aber, dass sie nie wieder einen Fuß in die Tür bekommt, wenn sie aussetzt. Vielleicht träumte die Arztfrau schon immer von einer Großfamilie und lebt jetzt ihren Traum. Vielleicht hat die mit dem Handy seit acht Tagen nichts anderes außer „Mamamaaaaaaaa“ gehört und braucht einfach eine Auszeit und ein bisschen Kontakt zur Außenwelt, sei es nur in Form von Instagram. Vielleicht ist auch der Spielplatz der einzige „ruhige“ Moment, um eine längst überfällige Mail zu beantworten. Man weiß es schlichtweg nicht. Jede hat ihre Gründe, warum sie was wie wann tut. Angemessen, ihr subtil oder oftmals gar nicht mal subtil zu verstehen geben, dass man sich selbst für wesentlich fähiger hält, ist es aber nie.

Fakt ist: Muttersein ist schön aber eben auch anstrengend. Verdammt anstrengend. Kann man da nicht einfach mal solidarisch sein? Wer, wenn nicht jemand in exakt gleicher Lebenssituation sollte verstehen, wie es ist, wenn die Nacht nach 3 Stunden unterbrochenem Schlaf zu Ende ist, Kind 1 aber auch pünktlich, angezogen und mit Frühstück im Bauch in die Kita gebracht werden will, wenn Kind 2 mit Koliken die halbe Nacht wach war.

Wer soll es nachempfinden können, wie es ist, selbst Magen-Darm zu haben und trotzdem nachts um 3 zum vierten mal die Betten der ebenfalls kranken Kinder neu zu beziehen, damit wenigstens die trocken liegen, während man selbst vorm Klo auf den Fliesen nächtigt und sterben möchte? Unsere Lebenswege und Erziehungsansichten mögen zwar vielleicht komplett konträr sein, aber im Kern tun wir doch alle das Gleiche.

Und das, was wir tun verfolgt das gleiche Ziel, nämlich, dass unsere Kinder gesund und glücklich aufwachsen.

Wie das aber letztlich von wem umgesetzt wird, geht schlichtweg niemanden was an! Wir geben alle unser Bestes im Rahmen unserer Möglichkeiten. Wenn diese Möglichkeiten nun nicht den eigenen Ansprüchen gerecht werden oder ins jeweilige Weltbild passen, ist das vorrangig das eigene Problem. Denn so lange dem betroffenen Kind, dir selbst oder deinem eigenen Nachwuchs kein unmittelbarer Schaden droht, geht es dich schlichtweg nichts an.

Wir sitzen alle im gleichen Boot. Wir haben gute Tage und wir haben schlechte Tage. Aber weder an dem einen noch an dem anderen steht es irgendjemandem zu, zu urteilen.

Ist tatsächlich mal eine Mutter auf dem Spielplatz vollkommen geistesabwesend am Handy statt bei ihrem Kind, kann man natürlich die Augen verdrehen und drüber herziehen. Man kann aber genauso gut einfach ein Auge mit drauf haben, dass sich das Kind nicht am Klettergerüst stranguliert oder in einem unachtsamem Moment auf die Straße rennt und der Frau die paar Minuten Realitätsflucht gönnen. Davon haben alle mehr.

Das gleiche gilt im Internet: statt Hasskommentare unter Beiträge zu setzen und auf der Welle der Entrüstung die Sau durchs Dorf zu treiben, kann man die jeweilige Seite auch einfach wegklicken. Man MUSS nicht alles kommentieren. Man kann Accounts auch einfach entfolgen oder sie ausblenden, wenn sie einem nicht gut tun oder gegen die eigenen Wertevorstellungen verstoßen.

Die Welt da draußen ist irre genug. Selbstzweifel und gefühlter Leistungsdruck in Zeiten von Facebook, Pinterest und Instagram unter Müttern erschreckend präsent. Da muss man sich doch nicht noch gegenseitig Sprüche reindrücken.

Wer mich kennt, weiß, dass ich sicher nicht mit einem Blatt vor dem Mund geboren wurde. Ich spreche Dinge so aus, wie ich sie sehe. Ehrlich, offen und direkt. Damit kann zwar auch nicht jeder, aber zumindest weiß man in der Regel woran man ist. Dennoch bin ich der Meinung, dass vieles gar nicht erst ausgesprochen werden muss. Nämlich ziemlich genau immer dann, wenn das einzige Ziel des Auspruchs es ist, dem Gegenüber den eigenen Willen, die eigenen Standards oder den eigenen Lebensstil aufzudrängen. Das ist schlichtweg anmaßend und braucht kein Mensch!

Sicher gibt es auch bei mir die Momente, in denen ich denke „ach du Sch… wie geht die denn mit dem KInd um?“ oder wer schon länger meine Blogs verfolgt, weiß, dass ich Menschen, die kranke Kinder in irgendwelchen Einrichtungen abgeben statt sie zu Hause auszukurieren, die Pest an den Hals wünsche, ich bemühe mich dennoch nach Kräften, auch dann freundlich und nicht anmaßend zu sein. Denn ich weiß einfach nie, was die Gründe dahinter sind und ob ich die Person mit einem vielleicht gar nicht mal böse gemeinten Spruch, nicht vielleicht sogar zutiefst verletze.

Ich bin definitiv kein ausschließlicher Verfechter von „wenn du nichts nettes zu sagen hast, dann sag gar nichts“. Manchmal muss man nämlich auch mal Unbequemes aussprechen, um Situationen zu verbessern. Aber das tut man bitte in einem direkten Gespräch und nicht hinterm Rücken, in WhatsApp Nachrichten oder Social Media Kommentaren. Was bitte soll es bewirken, sich gegenseitig Hasskommentare entgegenzuschleudern. Was soll es bringen, an der Schaukel über die an der Rutsche herzuziehen? Nichts. Es bringt einfach nichts.

Jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen. Was das Päckchen ist und wie schwer es jeweils wiegt, kann niemand beurteilen. Sicher ist aber eins: es wird nicht leichter, wenn es zusätzlich noch mit negativer Energie und unangemessenen Sprüchen gefüllt wird.

Also ihr Mütter, seid lieb zueinander! Unterstützt euch gegenseitig und macht euch nicht noch gegenseitig fertig. Man muss nicht gleicher Meinung sein, um friedlich nebeneinander her zu leben. Ein kleiner netter Spruch oder eine aufmerksame Geste bringt soviel mehr als Naserümpfen und Sticheln. Wie sollen unsere Kinder Sozialkompetenz lernen, wenn sie regelmäßig gegenseitiges Zerfleischen als Normalverhalten vorgelebt bekommen? Wenn wir eins brauchen in Zeiten, in denen Menschen mit zu viel Macht und Lobby vorschlagen, zum Schutze der Kinder Lehrer mit Waffen auszustatten, dann sind es Kinder, mit guter Sozialekompetenz und gutem Selbstwertgefühl. Fangen wir doch einfach auf dem Spielplatz damit an, genau das vorzuleben. Wer weiß, vielleicht kommt es ganz nebenbei auch der angeschlagenen Psyche von manch Erwachsenem zu Gute.

Denn völlig wurscht ob mit Einzelkind oder 6 Geschwisterkindern, zurück im Job oder Zuhause bleibend, Impfbefürworter oder -gegner, am Ende des Tages sitzen wir alle irgendwann auf Knien vor der Badewanne und fischen sang- und klanglos braune Hinterlassenschaften aus dem Wasser. Das hat ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt und Hochachtung verdient!

Die Sache mit der Sectio. Ein Erfahrungsbericht.

Die Sache mit der Sectio. Ein Erfahrungsbericht.

Da war er der Moment, an dem ich auf dem Spielplatz stand und nicht wusste, ob ich den Kopf in den nächsten Baum schlagen oder mich einfach um meinen Kram kümmern soll.

Letzteres, ich habe letzteres getan, denn das ist immer der beste Ansatz, nicht nur auf dem Spielplatz.

Was war passiert?

Ich hatte zufällig eine Unterhaltung zwischen zwei Frauen überhört. Die eine bereits Mutter, die andere werdend.

Es wurde darüber geredet, dass das bevorstehende Baby am Tag x um die und die Uhrzeit zur Welt kommt. Per Wunschsectio. Mit genauer Uhrzeit. Alles genau geplant.

Begründung: „Sie hat es nicht so mit Schmerzen und möchte sich auch nicht den Rest ihres Lebens beim Niesen einpullern.

Ich kann die genaue Reihenfolge meiner Gedankengänge gar nicht mehr wiedergeben, vermutlich schossen sie alle zeitgleich durch meinen Kopf…aber ich war wirklich hin und hergerissen zwischen Fassungslosigkeit und Alarmiertheit.

Nun habe ich durch die Berufswahl des besten Mannes von Welt alles in allem gar nicht mal so wenig Einblick in Kliniksalltag. Auch wenn ich selbst nicht da arbeite, weiß ich um OP-Pläne, ich weiß um echte Notfälle und um solche, die als Notfälle verkauft werden. Ich weiß aber auch um Personalmangel, Krankenstände und Dinge, die einfach nicht vorhersehbar sind, in Kliniken aber ständig vorkommen.

Kurzum, bei der Vorstellung, dass jemand eine Geburt Wochen vorher minutengenau plant und wirklich daran glaubt, dass das dann auch alles so eintritt, bekam ich leichtes Augenzucken.

Und da hatte ich den Punkt mit den Schmerzen noch gar nicht in Betracht gezogen.

Ihr ahnt es vielleicht anhand meines Wortlautes: ich halte den Plan, ein Kind nach Fahrplan rausoperieren zu lassen, nicht für den schlausten. Erst recht nicht, wenn der Gedankengang dahinter ist, Schmerzen zu vermeiden.

Bevor sich jetzt aber jemand betroffenes auf die Füße getreten fühlt: Ihr seid selbstredend völlig frei in eurer Entscheidung und niemand außer euch selbst hat da auch nur im Ansatz mitzureden, am allerwenigsten ich. Euer Körper, eure Schwangerschaft, eure Entscheidung, ohne wenn und aber. Denn was für mich vermeintlich das Richtige ist, ist für euch vielleicht grottenfalsch und andersrum genau so.

Versteht diesen Beitrag also wirklich nicht als Kritik sondern als meinen eigenen Erfahrungsbericht mit etwas zusätzlichem Gedankenlametta.

In den letzten knappen drei Jahren sind mir so unfassbar viele Mütter unterkommen, die die Geburt ihres Kindes als etwas ganz Furchtbares empfunden haben, dass ich mich schon seit längerem frage, wie das zustande kommt. Inzwischen habe ich die lose Vermutung, dass es mit einer ziemlich verklärten Erwartungshaltung zu tun hat, die gerade in größeren Kliniken schwer zu erfüllen ist.

Bei dieser werdenden Mutter zumindest war jetzt schon abzusehen, dass der tatsächliche Verlauf wohl kaum mit ihrer Vorstellung übereinstimmen wird und eine Enttäuschung quasi vorprogrammiert ist.

An sich weiß man es zwar, aber vielleicht sollte man doch nochmal erwähnen, dass Kinder sich per se nicht für Fahrpläne interessieren. Auch schon nicht im Mutterleib. Festgesetzter Termin hin oder her, wenn das Würmchen zwischendrin entscheidet JETZT kommen zu wollen, dann kommt es JETZT, egal was der OP Plan sagt, und spätestens dann ist der ganze perfekt ausgetüftelte Plan hinfällig. Bleibt die Frage, wie gelassen man in so einem Fall mit der Situation umgehen kann, wenn man sich bereits Wochen vorher das Szenario am Reißbrett zusammengestellt hat und überzeugt davon ist, dass alles so abläuft.

Dann wäre da der Punkt mit den Schmerzen. Wie sag ich das jetzt nur galant? Nun, eine große Bauch-OP dem natürlichen Wege vorzuziehen, weil man es nicht so mit Schmerzen hat….das ist in etwa so erfolgreich, wie als Prostituierte arbeiten zu wollen, um seine Jungfräulichkeit zu bewahren. Also gelinde gesagt, ziemlich kontraproduktiv.

Denn ist erst mal die Betäubung weg, tut so ein Bauchschnitt weh. Scheiße weh. Infernalisch scheiße weh. So viele Hormone und Glücksgefühle kannst du gar nicht ausschütten, dass du eine durchtrennte Bauchdecke inklusive aller Muskeln, Sehnen und was sich sonst noch so da befindet als schmerzfrei empfindest.

Ich hole mal ein wenig aus, wie das bei mir so ablief vor guten zwei Jahren.

Als Mensch mit eher ausbaufähigem Orientierungssinn halte ich es prinzipiell so: da wo es rein geht, geht‘s auch wieder raus. Das war auch der Plan für die Geburt unseres Nachwuchses. Nur sah er das ganz anders.

Nicht nur hat er sich ganze 11 Tage über Termin Zeit gelassen, bis er sich endlich bequemt hat, den Ausgang zu suchen, unterwegs musste er auch noch den Kopf schief legen, so dass nix mehr ging. Weder vorwärts noch rückwärts. Vollsperrung ohne Rettungsgasse sozusagen.

Nach 24 Stunden im Kreißsaal, Trillionen Stellungswechsel, Pressen als hinge das Leben davon ab, 4 Schichtwechsel und somit quasi dem kompletten Personal der Gyn mindestens einmal dort, wo Frau sie nie haben wollte, nach diversen Versuchen mit Zange und letztlich auch noch 65 kg gynäkologischem Lebendgewicht mit Ellbogen auf meinem Bauch, in der Hoffnung „schieben hilft“, kam dann doch irgendwann vom Oberarzt der Vorschlag, in den OP zu fahren.

Fand ich ja mal gar nicht gut und winkte den Vorschlag dankend ab.

Alle Anwesenden erzählen die Geschichte etwas anders, nämlich dass ich ihn angeschrien hätte mit den Worten „von wegen! Ich press doch hier nicht seit 24 Stunden, damit ihr schneidet!!!“, aber in meiner Erinnerung habe ich lediglich gesagt, dass ich es weiter auf natürlichem Wege versuchen möchte.

Wie auch immer der Verlauf nun tatsächlich war, der Wunsch wurde mir gewährt. Nach dem zillionsten vergeblichen Versuch, den Zwerg mit der Zange zu erwischen, musste aber auch ich irgendwann einsehen, dass es nix bringt und es für alle Beteiligten wohl wirklich schlauer ist, in den OP zu fahren so lange der Zwerg noch kompensiert ist und nicht irgendwann mit wehenden Fahnen da zu landen.

Unser kleiner Querulant wurde also tatsächlich rausgeschnitten.

Und nun zu den Dingen, die ich vorher nicht wusste (das wäre für zart Besaitete jetzt der Moment zum Wegklicken):

  • Wenn die Betäubung erst nicht genug und dann wohl etwas zu weit aufgespritzt wird, kann es passieren, dass nicht nur die Beine taub werden. In meinem Fall auch noch der linke Arm. Komplett. Über Stunden. Noch ein bisschen mehr und aus „Lokalanästhesie“ wäre spontan „Vollnarkose“ geworden, denn so eine Atmung kann man offenbar damit auch lahmlegen. Ich sah es recht entspannt, der Anästhesist allerdings war mal kurz etwas schnappatmig.
  • Der Versuch, ein Neugeborenes mit einem Arm zu halten, während der andere leblos an dir runterbaumelt ist etwas gewagt.
  • OPs sind Mist. Großer Mist. Du bist nämlich nicht die einzige, die operiert wird und wenn du Pech hast und 9 Monate vorher das Fernsehprogramm schlecht war, kann es passieren, dass du nach der Entbindung 4 Stunden lang im Aufwachraum die Uhr anschaust und den Chef deines Mannes zum Glückwünsche Aussprechen früher zu Gesicht bekommst als dein eigenes Kind. Bei 22 Geburten an mehr oder minder dem gleichen Tag hat nämlich wenn sowohl du als such das Kind gesund sind, auch in der Uniklinik einfach kein Mensch Zeit, den Zwerg zu dir rüber zu bringen, während du noch wie eine Schildkröte auf dem Rücken im Aufwachraum liegst. Da wird sich primär um die gekümmert, die akute Hilfe benötigen. Der Wunsch, dein Kind sofort in den Armen zu alten ist zwar unermesslich, aber er ist nicht lebensbedrohlich. Und auch wenn es ganz großer Mist ist, warten zu müssen, bis du dein eigenes Kind endlich zu Gesicht bekommst, ist es im Kliniksbetrieb durchaus richtig, die Prioritäten so zu setzen, denn Notfälle gehen einfach immer vor. Der einzige Weg etwas daran zu ändern, wäre der wählen zu gehen, politische Verantwortung zu übernehmen und Gesundheitspolitik nicht sich selbst bzw. Menschen zu überlassen, die dafür maximal ungeeignet sind, aber ich schweife ab. Alles in allem sei gesagt: solch ein Szenario, erstmal Stunden ohne das Neugeborene ausharren zu müssen, vermag bei der ein oder anderen frischen Mutter zu Panikzuständen führen und einen ordentlichen Knacks hinterlassen.

Der Punkt geht also eindeutig an die natürliche Geburt: keine OP, kein Aufwachraum. Sprich, du bleibst am gleichen Ort wie dein Kind, zumindest wenn es allen gut geht.

  • Der „kleine Schnitt“ von dem alle vorher sprechen, ist ein Schnitt über deinen kompletten Bauch. Da ist nix mit bissl anritzen und dann passt das schon, nee nee, da wird Fleisch zerteilt. Und Fettgewebe und Muskelstränge. Also quer einmal alles, was sich zwischen Nabel und Schlüpper befindet.

Geschnitten wird auch nur der kleinste Teil. Der Rest wird gerissen. Klingt fies, ruckelt auch ordentlich, verheilt aber besser als ein glatter Schnitt. Martialisch ist es dennoch.

Ist dann erst mal alles soweit auf, ist das Kind bestenfalls recht zügig draußen. Manchmal aber eben auch nicht. In meinem Fall dauerte es gute 15 Minuten, tendenziell eher länger. Denn wenn schon verkeilt, dann auch richtig.

Tja, und dann ist dein Kind doch plötzlich raus, wird dir nur mal kurz gezeigt und dann auch schon an dir vorbeigetragen und zum Untersuchen in irgendeinem Nebenraum gebracht. Der Vater geht bestenfalls mit und du bleibst im OP zurück und kannst dich lediglich mit dem Pfleger unterhalten. Was zugegebenermaßen in meinem Fall sehr nett und unterhaltsam war, denn mein Pfleger war wirklich großartig, sympathisch und ich aus mir völlig unerklärlichen Gründen trotz der Umstände gänzlich tiefenentspannt. Aber es bleibt dabei: du bekommst einfach nix, rein gar nix mit. Ob es dem Winzling gut geht, wie er aussieht, was er wiegt, welche Mimik er macht, wenn er zum ersten Mal Licht sieht, nix. Mit ein wenig Glück, denkt jemand dran, viele Fotos zu machen, denn das ist auch alles, was du von den ersten Minuten/Stunden zu sehen bekommen wirst.

Während dein Baby also irgendwo weg von dir die ersten Untersuchungen über sich ergehen lässt, liegst du also da und hast bestenfalls einen sympathischen Pfleger an deiner Seite während du im Kopf die Melodie von Jeopardy summst, und drauf wartest, dass deine Gebärmutter vernünftig kontrahiert und die OP-Mannschaft dich endlich wieder zunäht. Und Gott bewahre, wenn das einer macht, dem man im Gehen die Schuhe besohlen kann. Dann liegst du noch länger da rum. War bei mir Gott sei Dank nicht der Fall, dennoch lag ich ewig da, bevor es in den Aufwachraum ging. Ohne Kind. Das kam nämlich tatsächlich erst knappe 4 Stunden später zu mir und das auch nur, weil sich der beste Ehemann von Welt den Zwerg auf eigene Faust schnappte und ohne jegliches Klinikspersonal zu mir brachte, denn im Kreißsaal war schlichtweg Land unter. Und das im ganz normalen Tagesbetrieb, also nicht etwa nachts um 3 mit reduziertem Personal.

Nun kannte ich einen Teil der Mannschaft, wusste, mein Mann ist dabei und dementsprechend war es für mich tatsächlich auch kein Problem. Zugegebenermaßen war ich gar nicht so unfroh drüber, mich ein wenig ausruhen zu können, aber 1-2 Stunden hätten auch gereicht, es hätten nicht 4 sein müssen, bis ich mein Kind kennenlernen durfte. Aber sei es drum, Hauptsache alle gesund und alle anderen Mütter und Kinder die noch im Kreißsaal verweilten auch gut versorgt.

Irgendwann nach keine Ahnung wie vielen Stunden war ich dann auch endlich auf dem Zimmer, Mann und Kind an der Seite und alles war prima bis auf den linken Arm. Der wollte immer noch nicht. Der erste Abend war aber alles in allem ok. Ich konnte aufstehen, war zwar sehr zitterig, aber die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Wie naiv man doch sein kann, wenn die PDA noch wirkt…

Es kam der nächste morgen und mit ihm Krankenschwester Else Kling, die beschloss, das Kind muss jetzt gestillt werden. Ohne nennenswerte Vorwarnung wurden mir also 4 Kilo Kind auf den Bauch gelegt. Der Bauch mit einer Naht von San Francisco bis nach Shanghai mit Zwischenstopp in Berlin.

Infernalisch ist der mildeste Ausdruck, den ich dafür habe. Hätte Else Kling den Zwerg nicht sofort wieder hochgehoben als ich sie angeschrien habe… ich hätte ihn instinktiv an die Wand geschleudert.

Ich bin echt kein Pienzchen, aber das waren die unsäglichsten Schmerzen, die ich jemals hatte.

Und genau so ging es die nächsten Tage auch weiter. Liegen: nur auf dem Rücken. Sitzen: wovon träumst du nachts? Stehen: selten so gelacht. Lachen: wage es ja nicht. Niesen:  Expressticket schnurstracks in die Hölle.

Sicherlich sind die Schmerzen nochmal eine andere Hausnummer wenn du vorher bereits 24 Stunden lang im Kreißsaal Situps, Crunches und weiß Gott was gemacht hast und am Ende der gynäkologischen Assistenzärztin noch als Trampolin dientest, als wenn du ohne jegliche Wehe und Anstrengung zum OP-Termin erscheinst, aber es ist und bleibt eine große Bauch-OP und die wird auch ohne vorherigen Kampf im Kreißsaal nicht schmerzfrei von statten gehen.

Kommen wir zum nächsten Punkt: Leitlinien für Schmerztherapie in Frauenkliniken. In der Inneren ist die Empfehlung, bei großen Bauch-OPs einen Schmerzkatheter zu legen. Nun mag sich die frische Mutter freuen, den PDK hat sie nämlich oftmals noch liegen, man möge ihn also bitte nochmal aufspritzen.

Düdüm. In der Gyn ist das Argument „nein, dann sind die Frauen so schlecht zu mobilisieren“. Ja genau. Weil man ohne PDK ja unmittelbar rumhüpft wie ein junges Reh. Entschuldigung, ich habe einen 20 cm Schnitt im Bauch, alles, was ich derzeit tun kann, ist auf dem Rücken liegen und mit den Wimpern klimpern. Mit Mobilisation hat das nicht im Ansatz was zu tun, also kann man auch den PDK aufspritzen. Auch das Argument, es wäre niemand da, um den Katheter zu betreuen war zumindest in unserem Fall Unfug, denn der, der das im gleichen Hause sonst auch beruflich macht, und es ohne weiteres auch jetzt hätte tun können, lag eh 24/7 unmittelbar neben mir und schmachtete sein Neugeborenes an. Aber nein, nix zu wollen. Der PDK wurde nicht aufgespritzt.

Als angemessene Schmerzmedikation nach Kaiserschnitt ist an deutschen Unikliniken nämlich folgendes vorgesehen: Paracetamol, Buscopan, Ibuprofen. Und wenn gar nix mehr geht, Voltaren Zäpfchen.

Kinners, hätte ich lachen können, ich hätte es getan. So eine Kombi nimmt die durchschnittliche Frau alle 28-30 Tage, um über den/die Tag/e zu kommen. Nennt mich engstirnig, aber wenn einem ein Kind aus dem Leib geschnitten wird, ist das ein klein wenig eine andere Hausnummer als Regelschmerzen.

Ich weiß nicht mehr sonderlich viel von den ersten 4 Tagen, aber ich weiß, dass ich dem Oberarzt irgendwann gesagt hab, dass wenn er mir jetzt noch mit Aspirin kommt, ich zur Axt greife, ihm ein Loch in den Bauch schlage und er mir dann ja sagen kann, ob er mit Paracetamol und Aspirin zurecht kommt.

Nett war auch Else Kling, die mir, nachdem sich meine Begeisterung, mit infernalischen Schmerzen durchs Zimmer zu laufen eher in Grenzen hielt, entgegnete „die, die im OP nebendran lag, steht schon unten und raucht“. Das allgemeine Fazit nicht betroffener Leute auf der Station lautet nämlich gerne mal: „stell dich nicht so an.“

Als in einem der unzähligen „Himmel ich kann vor Schmerz nicht denken“-Gesprächen dann als Argument vorgetragen wurde, dass man ja sehr wohl wisse, dass das alles nicht die optimale Medikation sei, aber man es halt schon immer so gemacht hat und neue Konzepte so schwierig gegen das alteingesessenen Pflegepersonal durchzusetzen sind, war es dann bei mir völlig aus.

Die moralischen Keulen nach dem Motto „wenn du stillen willst, kannst du nichts nehmen, du willst ja nicht, dass dem Kind was passiert, gell?“ sind nämlich auch nicht sonderlich förderlich. Halten wir also fest: Du hast dein Kind noch keine 30 Minuten am Stück halten können, weil es dich sonst vor Schmerz zerreißt, aber Teile der Belegschaft suggerieren dir bereits, dass du dich zu sehr anstellst und eine verantwortungslose Mutter bist, wenn du Schmerzmittel einforderst. Und zwar der Teil der Belegschaft, der selbst noch nie in gleicher Situation da lag.

Ich bin tatsächlich nicht zart besaitet und weiß mich eigentlich auch durchzusetzen. Wenn du aber völlig platt, erledigt und schmerzgeplagt auf der Hormonachterbahn sitzt, fällt Durchsetzen ziemlich schwer. Ich kann nur lose ahnen, wie sich die ein oder andere frische Mutter in der Situation fühlen mag, wenn sie vielleicht insgesamt empfindlicher, ängstlicher oder überforderter ist. Und nein, das ist kein spezielles Problem unserer Klinik. An anderen Häusern ist es keinen Deut besser, denn auch wenn ich sicher nicht feministisch oder über‘s Maß genderspezifisch angehaucht, bin ich mir recht sicher, dass das Schmerzkonzept anders aussähe, wenn auch mal der ein oder andere Mann da liegen würde. Bei Frauen gehört das nämlich so, Kinderkriegen tut nunmal weh, hab dich nicht so. Steht ja schon in der Bibel.

Ich hatte mehrfach die Kniescheibe ausgerenkt, zwei Motorradunfälle und diverses andere Zeug, das ordentlich weh tat. Aber alles kein Vergleich zu diesem Bauchschnitt! Und egal mit wem ich mich im Nachhinein unterhalten habe, „ach bei mir hat das Paracetamol sehr gut gewirkt“ habe ich bis dato noch von keiner einzigen Frau nach Kaiserschnitt gehört.

Am Ende hatte ich allerdings doch noch Glück. Der beste Mann von Welt hatte nach zwei Tagen die Faxen auch dicke und hat mir in Eigenregie ein Betäubungsmittel besorgt. Denn es gibt durchaus Sachen, die man auch stillend nehmen kann, ohne ein gesundes Kind in unmittelbare Gefahr zu bringen. Da es aber niemals Studien dazu geben wird und die Angst vor möglichen juristischen Konsequenzen zu groß ist, wird eine solche Entscheidung immer dünnes Eis bleiben. Wer sich aber dafür interessiert, dem kann ich einen Blick auf www.embryotox.de empfehlen.

Im übrigen bliebe für ganz ängstliche auch immer noch die Option Flaschennahrung und so lange abpumpen und entsorgen bis die Schmerzmedikation nicht mehr nötig ist und dann wieder stillen. Mit Geduld und einer entspannten, fähigen Hebamme oder Stillberaterin klappt das nämlich in der Regel auch.

Aber ich schweife ab.

Summasummarum, so ein Kaiserschnitt tut im Anschluss weh. Brutal weh. Verzeiht es mir also, dass ich bei „Ich möchte eine Sectio, weil ich mit Schmerzen nicht kann“ immer noch Zuckungen bekomme.

Ach, und hatte ich die Sache mit der Darmträgheit nach OP schon angerissen?  So ein Darm kann es schon mal latent übel nehmen, wenn am offenen Bauch rumgewurschtelt wird. Und dann liegst du da, 4 kg Kind draußen, dafür aber 30 Liter Luft drin. Statt des ersten Sushis oder Steaks, um die 10 Monate Abstinenz zu feiern, gibt es SAB-Simplex an Movicolbeutel. Zum Frühstück, zu Mittag, zum Abendessen. Und das alles, während neben dir dein Blasenkatheter plätschert. Oder zwei Schwestern versuchen, dich irgendwie unter die Dusche bugsiert zu bekommen, ohne dass du die Grätsche machst. Was kann es würdevolleres geben?

Wenn du dann nach 4-5 Tagen so langsam wieder halbwegs auf den Beinen bist und heim darfst, geht es ähnlich weiter. Dann kommt nämlich die Auflage, für mind. 6 Wochen nichts zu tragen, das schwerer ist als dein Kind. Denn Bauchnaht und Heben ist einfach eine ziemlichen schlechte Kombination. Sag das mal dem Chef deines Mannes, der letzteren im Schnitt nach 2 Wochen wieder in der Arbeit sehen möchte. Dann stehst du nämlich alleine mit Kind und Einkaufstüten da, wenn keine Verwandtschaft unmittelbar greifbar ist.

Du kannst dir also für die nächsten Wochen überlegen, was du in welcher Reihenfolge aus dem Auto holst, das Kind oder die Babyschale, denn schade schade das Kind in der Babyschale liegend darfst du nicht tragen. Zu schwer. Von älterem Geschwisterkind und Einkaufstüten reden wir gar nicht erst.

Betäubungsmittel habe ich im übrigen eine knappe Woche genommen, danach taten die Voltarenzäppfchen tatsächlich auch ihren Dienst für noch weitere 3-4 Tage. Alles in allem also circa 2 Wochen Medikation. Komplett verheilt, also so dass ich mich gar nicht mehr eingeschränkt fühlte, war die Sache allerdings wirklich erst nach knappen 12 Wochen.

Da hatten die Mädels ohne Sectio bereits 4 Wochen Rückbildungsgymnastik hinter sich.

Und das mit der Blase? Ich möchte jetzt niemanden enttäuschen, aber Harninkontinenz ist bei Frauen die verbreitetste chronische Krankheit. Es kann im Verlauf eines Lebens also durchaus völlig unabhängig von der Art einer Geburt passieren, dass mit der Zeit Niesen nicht nur obenrum zur feuchten Angelegenheit wird. Insofern wäre das für mich jetzt auch nicht unbedingt ein Argument, mich freiwillig nochmal aufschneiden zu lassen. Zumal der Druck auf den Beckenboden auch schon vor der Geburt vom Baby ausgeübt wird und Beckenbodengymnastik auch nach Sectio das einzige ist, das was bringt.

Insgesamt vertraue ich einfach darauf, dass die Natur sich schon etwas dabei gedacht hat, eine natürliche Geburt so anzulegen. Wäre es nämlich ein Ding der völligen Unmöglichkeit, wäre die Menschheit bereits vor vielen hundert Jahren ausgestorben, man kann meines Erachtens also durchaus drauf vertrauen als gesunde Frau mit einem gesunden Kind eine natürliche Geburt gut zu überstehen.

Und falls es doch mal nicht klappen sollte, gibt es das Sicherheitsnetz OP ja trotzdem noch und das ist auch gut so, sonst würde mit großer Wahrscheinlichkeit nämlich weder ich noch unser Nachwuchs heute hier sitzen.

Wie gesagt, ich möchte mit Nichten jemandem in seine Entscheidung reinreden oder jemanden aufgrund seiner Entscheidung verurteilen. Ich weiß, dass das Thema sehr emotionsbehaftet ist und ich weiß, dass es zig wirklich gute Gründe gibt, eine Sectio vorzuziehen, da sollte sich auch niemand rechtfertigen müssen. Natürlich gibt es auch zig Fälle, die trotz Sectio tags drauf schon wieder nach Hause sind und sich völlig fit fühlten. Bei mir war das aber definitiv nicht der Fall und bei der großen Mehrheit der Mädels, mit denen ich mich anschließend unterhalten habe auch nicht.

Insofern hilft mein bisschen Realität vielleicht ja dabei, die andere Seite der Medaille zu sehen, denn wenn ich höre oder lese, dass ein Kaiserschnitt als „schmerzarme und risikofreie Geburt“ verkauft wird, kriege ich Zuckungen. Das ist schlichtweg schlechte Aufklärung. Und schlechte Aufklärung führt zu falschen Vorstellungen und dann muss man sich auch nicht wundern, wenn Frauen anschließend mit Geburtstrauma nach Hause gehen.

Ich für meinen Teil habe keins. Denn auch wenn das Schmerzkonzept danach für mein Empfinden ein einziges Desaster war, war abgesehen von Else Kling und ganz wenigen Ausnahmen das komplette Kreißsaal- und OP-Personal total nett und freundlich, ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt schlecht aufgehoben, falsch beraten oder zu etwas genötigt, das ich nicht wollte. Außerdem empfinde ich es Geschenk der Medizin, dass es mir ermöglicht wurde, hier und heute diesen Artikel in Anwesenheit meines gesunden Zweijährigen zu schreiben, denn ohne diesen Eingriff, säße weder ich noch er hier. Unterm Strich kann ich also durchaus sagen: auch wenn manches etwas holprig war und anders hätte laufen können, würde ich jeder Zeit nochmal dort entbinden, nach Möglichkeit spontan, aber wenn es nochmal zu einer Sectio kommen sollte auch das. Um mal meine Mama zu zitieren „ein Kind zu kriegen ist kein Kirmesbesuch“. Manchmal geht es reibungslos, manchmal halt eben auch nicht, was es aber sicherlich nicht ist ist ein Wettbewerb, wer es am tollsten, besten, schnellsten und natürlichsten hinbekommt.

Und wer weiß, wenn erst mal alle Else Klings in Rente sind (was in dem Fall nicht mehr sonderlich lange dauern sollte) wird es vielleicht ja auch mal was mit einem vernünftigen Schmerzkonzept. Vielleicht braucht es doch einfach mehr Oberärztinnen an Unikliniken. Nichtsdestotrotz würde ich, wenn es keinen medizinischen Grund gibt, auch beim nächsten mal keine Sectio anstreben. Am Ende gilt aber egal ob Sectio oder spontan, beides hat seine Vor- und Nachteile, man sollte aber wenigstens um alle Bescheid wissen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Der Frau vom Spielplatz wünsche ich auf jeden Fall alles Gute und hoffe inständig, dass sie die nötige Gelassenheit mit sich bringt, um von ihrem festen Plan und der Wunschvorstellung nicht enttäuscht zu werden.

Dumb ways to die oder wie der Darwin Award die Eifel ins Auge fasste.

Dumb ways to die oder wie der Darwin Award die Eifel ins Auge fasste.

Jetzt ist es soweit…sehen wir den Tatsachen ins Auge, ab jetzt gibt es nur noch zwei Wege: entweder es kann nur besser werden oder aber wir sind gnadenlos dem Untergang geweiht. Wie ich am Montag durch die Nachrichten erfuhr, ist die Hektik und der Wahnsinn der modernen Welt jetzt auch in der Eifel angekommen. In der Eifel! Einem Fleckchen Erde, das maßgeblich von Schafen und Grün bevölkert ist, an dem ansonsten viel von Nichts herrscht und das idyllischer nicht sein könnte.

Ein 30jähriger Mann war zum Sonntagabend mit seiner Freundin und dem Baby in Hetzerath im Auto unterwegs. An einem geschlossenen Bahnübergang scherte er unvermittelt aus, zog an drei wartenden Fahrzeugen vorbei und überquerte bei rotem Signallicht die Gleise durch die geschlossene Halbschranke. Die Begründung: er sei von der Wartezeit genervt gewesen.

Entschuldigt die Wortwahl, aber leck mich am Ärmel. Da rauschen mal eben 70 bis 90 Tonnen mit ca. 100 km/h auf dich zu und du fährst mit Frau und Kind an Bord durch eine geschlossene Schranke, weil du genervt vom Warten bist?

IN DER EIFEL??

Versteht mich nicht falsch, nichts gegen die Eifel! Es ist ein wunderbares Fleckchen Welt, mit ganz reizenden Menschen, einer traumhaften Landschaft, kulturhistorisch extrem interessant, aber es ist die Eifel! Preußisch Sibirien. Das Fleckchen Welt, das erst 1865 an den Schienenverkehr angeschlossen wurde. Zu einem Zeitpunkt, als der Zug der Industrialisierung längst abgefahren war, in dem Fall sogar ganz ohne Schienen. Das Fleckchen, was auch heute noch maßgeblich das ist, was es zu Zeiten der Römer war: Wiesen, Felder, Wälder, Flüsse und Seen…also Tiefenentspannung pur. Ein Ort, an den man sich zurückzieht, um zur Ruhe zu kommen, abzuschalten vom hektischen Alltag und Weib, Wein und Gesang zu frönen.

Wenn es einen Platz gibt, an dem die Zeit still steht, dann ist es für mein Empfinden genau dort. Bzw. war es. Bis zu dieser Meldung.

Ich gebe zu, mein kleines Weltbild ist tatsächlich im Kern erschüttert. Wenn nun schon Eifelaner derart unter Strom stehen, dass sie eher das Auslöschen der ganzen Familie in Kauf nehmen, als ein paar Minuten vor einer geschlossenen Schranke zu warten, sehe ich für die Menschheit keine große Hoffnung mehr.

Der Held der Geschichte ist im übrigen der Bahnfahrer. Der hat nämlich ordentlich abgebremst und den Crash gerade so verhindert. Frau und Baby blieben also unversehrt. Was mit dem Typen geschah? Ich weiß es nicht, die Bahn hat ihn mal nicht getötet, aber wäre ich seine Frau…ich glaube nicht, dass er den Abend überlebt hätte.

In diesem Sinne, habt einen schönen Tag und entspannt euch. Denn auch wenn das Kind auf der Rücksitzbank schreit wie abgestochen oder der Windelinhalt schon die Ohrläppchen berührt, Anwärter auf den Darwin Award 2018 zu sein, ist nicht sooo erstrebenswert. Auch nicht in der Eifel.

Viele Grüße

Nadine

Der Leib Christi und die Kindergartenwahl

Der Leib Christi und die Kindergartenwahl

Eigentlich dachte ich ja, wir seien allmählich aus dem Gröbsten raus. Nach zweieinhalb Jahren ist der Nachtschlaf um einiges besser geworden, statt 14 mal ist man nur noch 2-3 mal pro Nacht wach. Mindestens einmal davon nicht, weil das Kind einen weckt, sondern weil bei der eigenen Blase noch nicht angekommen ist, dass Durchschlafen nicht etwa bedeutet, dass das Kind nicht mehr aufwacht, sondern primär, dass die Eltern nicht aufstehen müssen.

Die Kommunikation läuft um einiges besser, statt phrenetischen Geplärrs teilt der Nachwuchs jetzt verbal und sauber artikuliert mit, was wir in seinen Augen alles falsch machen: „nein Mama, nicht so mit dem Bagger, so!“, „bäh, das schmeckt nicht“, „nein, nicht schlafen gehen!“, „nein, nicht arbeiten, spiel jetzt! Aber nicht so!“… und es gibt inzwischen tatsächlich auch mal Tage, an denen ganze 20 Minuten allein gespielt wird. Der Traum einer jeden Mutter!

Ich suhlte mich also fast schon in Glückseligkeit, dass die harten Zeiten vorbei sind, da gingen wir zum Spielplatz und liefen prompt in ein paar lose bekannte Mütter rein.

„Ihr habt doch sicherlich auch demnächst einen Kindergartenplatz, wo geht’s denn hin?“

Ja, haben wir tatsächlich. Wobei „demnächst“ grandios übertrieben wäre, die angepeilte Eingewöhnung erstreckt sich nämlich auf den Zeitraum nach den Sommerferien, aber egal, es ist Land in Sicht.

Nun muss ich dazu sagen, dass dies mein erstes Kind in einem deutschen Kindergarten ist. Ich bin ja nunmal in Luxemburg aufgewachsen und kannte bis dato auch nur luxemburgische Kindergärten. Da lief das in etwa so: mit 4 wirst du eingeschult. In den Kindergarten. Den Kindergarten im Dorf. Das Dorf, in dem du wohnst.

Je nach Größe des Dorfes gibt es 2, 3 oder auch mal 4 Kindergärtnerinnen, die jeweils ihre Gruppe haben, die aus 2 Jahrgängen besteht und das war’s. Es wird gesungen, gebastelt, gespielt und die Kinder am Leben behalten, bis die Eltern sie abholen. Zur gleichen Zeit. Alle. Nämlich dann, wenn der Kindergarten aus ist. Für alle.

Ich gebe zu, keinen Anlass gesehen zu haben, mich näher mit der Thematik auseinanderzusetzen, da mir nicht klar war, dass es diesbezüglich überhaupt eine Thematik gibt! Wie falsch ich doch lag…

Ich antwortete also naiverweise: „ja, ab August in den Kindergarten bei uns in der Straße.“

Mutter 1: „Der ist doch evangelisch?“

„Ja?“

„Bist du nicht katholisch?

„Doch, und?“

„Na, ich weiß ja nicht. Die legen ja schon Wert darauf“

Ich verschwieg, dass wir das mit der Taufe bislang noch auf die lange Bank geschoben haben..

„Also bei der Anmeldung hat es mal niemanden interessiert und er ist halt direkt in unserer Straße.“

Mutter 2: „stört dich denn nicht, dass die so große Gruppen haben? Wir gehen ja in den blablabla Kindergarten, da sind die Gruppen viel kleiner.“

Mutter 3: „nee ich würde das ja nicht wollen, so altersgemischt, da kommen die Kleinen ja immer zu kurz und die Großen werden nicht gefördert!“

Mutter 1: „ihr müsst in die Sternengruppe, die anderen Gruppen sind alle viel zu laut“

Mutter 3: „da hat jetzt doch die XYZ die Gruppe übernommen, als die ZYX noch da war, war das viel besser.“

Mutter 2: „und die Leiterin geht doch auch in Rente, wer weiß, was dann kommt“

Mutter 4: „wir sind ja im Waldorfkindergarten sehr zufrieden“

Mutter 1: „nee Waldorf wär mir nichts, aber in xxx gibt es jetzt einen Bewegungskindergarten, das finde ich super“

Mutter 2: „ist der denn integrativ?“

Mutter 1: „das weiß ich nicht, aber die xxx, die war ja in dem blubblubb Kindergarten…“

Mutter 2: „der katholische??? Der voller Schimmel?“

Mutter 3: „die sanieren jetzt. Der war aber auch schlimm. Der hatte nicht mal Randzeitenbetreuung!!“

An dieser Stelle kaute ich nur noch schweigend auf meiner Brezel rum und schaute den Kindern beim Spielen zu.

Wer hätte es geahnt. Da möchte man einfach nur mal wieder nach 3 Jahren vormittags ohne Begleitung aufs Klo gehen können und dann entpuppt sich das Ganze als Unterfangen einer Komplexität im Stile der Quantenchromodynamik. Da gäbe es also erstmal die Frage nach dem Träger. Kirchlich ja, nein, wenn ja, katholisch oder evangelisch. Oder doch lieber öffentlich, privat oder freie Trägerschaft? Wie viele Stunden? Teilzeit, verlängerter Vormittag oder doch ganztags? Randzeitenbetreuung oder ohne, mit Essen oder ohne, und wenn, ist das Angebot vegetarisch, vegan, laktose-, fruktose, glutenfrei und sonstige Allergien konform?  Mittagsschlaf, ja, nein, vielleicht, nur an geraden Tagen?

Und da wäre ja auch noch die Sache mit der Konzeption. Montessori, integrativ, Waldorf, Wald, bilingual, international, sprachheilkundlich, Reggio, offen, spielzeugfrei, Kneipp, Freinet oder doch ein Bewegungskindergarten? Und was wenn das Konzept nicht zum Wesen des Kindes passt oder dem der Eltern, oder gar noch schlimmer dem Förderbedarf der zweifellos gegebenen Hyperintelligenz nicht entspricht???

Na das ginge ja mal wirklich nicht!

Während sich die diversen Mütter also überschlugen, was nun das beste für mein Kind oder generell für Kinder sei, steckten sich die Hochbegabten, ihre sowie meiner, völlig konzeptionsfrei gegenseitig Sand in den Mund und brieten sich die Schippe über. Und ich? Ich kaute schweigend auf meiner Brezel und dachte mir: dann bleibt der Wein halt Wein statt Blut Christi und der Pfarrer ist ne Frau, Hauptsache jeden Morgen 20 Minuten länger schlafen!

Aller Anfang

Aller Anfang

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Pünktlich zum neuen Jahr, habe ich mich entschieden, mich aus meiner alten Komfortzone herauszuwagen und ein neues Projekt zu starten.

Manche von euch folgen vielleicht bereits meinem Blog puenktchenstempel.de, der als Kernthema meine Tätigkeit als Stampin‘ Up! Demonstratorin hat. Neben der Papierbastelei und den dazugehörigen Workshops und Informationen, fandet ihr dort auch bereits immer Einblicke in meinen Alltag und das ein oder andere Anekdötchen, aber im Laufe der Zeit wuchs in mir doch das Bedürfnis, die beiden Bereiche mehr voneinander zu trennen und mir mit einem weiteren Blog mehr Freiräume für letzteres zu schaffen.

Somit war die Idee von Zuhause und ich recht schnell geboren.

Hier werdet ihr zukünftig Beiträge zu Themen meines alltäglichen Lebens finden. Das umfasst Dinge, Themen, Projekte, die mich beschäftigen, berühren oder mir ein inneres Anliegen sind und ich versuche euch, im Rahmen dessen, was die die Privatsphäre meiner Familie zulässt, an meinem kleinen persönlichen Weg des einfachen und glücklichen Lebens teilhaben zu lassen. Zudem werde ich voraussichtlich 14 tägig eine kleine Kolumne verfassen, damit diejenigen, die seit Jahren auf meinem anderen Blog fordern, ich möge doch das Basteln sein lassen und nur noch schreiben auch glücklich gestellt sind. Schreibt mir gerne, wenn ihr Themen habt, die euch interessieren.

Die Umsetzung eines solch neuen Projektes nimmt ja bekanntlich recht viel Zeit in Anspruch, und wenn man etwas als Mutter eines schlafverweigernden Kleinkindes nicht hat, dann ist es Zeit, um in Ruhe am PC zu sitzen. Es wird vermutlich also noch eine ganze Weile dauern, bis hier alles so läuft, wie ich mir das wünsche, erträume und plane. Verzeiht es mir also, falls die Seite immer mal wieder offline ist und habt bitte ein wenig Geduld mit mir. Wie heißt es im Saarland so schön „großes entsteht immer im Kleinen“, wir fangen also erst mal mit den kleinen Schritten an.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf eine neue spannende Zeit, kann den Skeptikern aber auch versichern, dass puenktchenstempel.de nicht verstummen wird und ich die Bastelei nicht an den Nagel hänge.

Viele Grüße,

eure Nadine

Meine Weihnachtsroutine oder wie Muttern bei Verstand bleibt

Da bin ich wieder. Heidewitzka war es hier lange still. Aber mei, das Leben und so. Und mit Leben meine ich das auf Mykroebene, ihr wisst, das, was nicht unmittelbar sichtbar ist, aber in Kindergärten unter Fingernägeln, Zungen und Nasen herangezüchtet wird. Denn auch...

Fünf Fragen am Fünften im November 18

Kann Spuren wie auch immer gearteter Werbung beinhalten. Besser spät als nie nehm ich noch schnell an Nics Fragerunde im November statt, wenn auch diesmal recht bildkarg. Verzeiht es mir, denn ich blogge gerade von unter der Bettdecke aus. Dass der fünfte aber auch...

Der Thermomix im Hause T. – Aus der Reihe Dinge, die die Welt nicht braucht. Oder doch?

[Werbung, unbeauftragt und unbezahlt] Was manchen Frauen die Handtaschen und Schuhe, sind für mich Küchengeräte. Ich komme einfach nicht dran vorbei. Der bloße Besitz macht mich glücklich. Der Witz daran ist, dass ich nicht im Ansatz gerne koche. Ich backe zwar...

Fünf Fragen am fünften die September 2018 Ausgabe

Irgendwie läuft es derzeit darauf hinaus, dass ich genau einmal im Monat blogge. Und zwar immer zum fünften zur Fünf Fragen am Fünften Runde. Das ist nicht gut. Nein, nein, das ist nicht gut. Also die Fragen natürlich schon, aber dass der Familienalltag mich so...

Fünf Fragen am fünften im August 2018

Schon wieder ein fünfter im Monat. Sprich, Zeit für den neuesten Fragenkatalog von Luziapimpinella.com: 1. Wen fragst du, wenn du einen guten Rat brauchst? Ehrlich gesagt kommen mir gar nicht so viele Momente in den Sinn, wo ich überhaupt Rat gebraucht hätte,...

Dessert zum Kindergeburtstag: Schokobananen Cheesecake im Becher

Kann Spuren von wie auch immer gearteter unentgeltlicher Werbung enthalten. Und plötzlich war er da der Kindergeburtstag. So spontan wie Weihnachten, so ungeplant wie Ostern. Nachdem die letzten Wochen mehr als vollgestopft waren mit Projekten, Events und...

Wie ich unsere Erinnerungen festhalte mit Project Life und Saaldigital (enthält Werbung)

Neulich schaute ich auf den Kalender und stellte fest: 3 Jahre rum. Schwupps. Einfach so. Ziemlich genau vor drei Jahren begann mein Umfeld allmählich, peu à peu fickerig zu werden, denn das errechnete Geburtsdatum rückte näher, der Bauch wurde runder und runder, doch...

#fünffragenamfünften die Mai-Edition 2018

Nunja, der 5. ist zwar längst vorbei, aber da ich am fünften mitten im Hunsrückschen Nichts war, fern jeglichen Handyempfangs, habe ich schlichtweg nicht mehr dran gedacht, den Beitrag online zu stellen. Manchmal muss man sich auch mal eine Auszeit gönnen und den...

#mehralsgenug2018 ein Jahr ohne überflüssiges shoppen, der erste Zwischenbericht

Erinnert ihr euch, dass ich im Januar darüber berichtet habe, dass ich mir für 2018 vorgenommenen habe, nichts zu kaufen, das weder ersetzt noch Verbrauchsgüter sind? Nun ist schon mehr als die Hälfte des Jahres um und ich wollte kurz berichten, wie es so um meine...

Die selten dämliche Idee mit dem Trampolin

Eigentlich sollte der Anfangssatz dieses Beitrages lauten „das Schöne am Hause T. ist der Garten“. Nun soll man ja aber nicht lügen. Das Schöne am Hause T. ist lediglich die Tatsache, dass es über einen Garten verfügt. Der Garten selbst ist derzeit eher ein...

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