Huch, schon wieder ein Monat um. Das Schöne daran ist, dass es neue Fragen von luziapimpinella gibt. Hier meine Antworten.

1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern?

{Kein Partytyp zu sein und nicht zu feiern, gilt übrigens nicht als Antwort… dann eben ein gemütliches 5 Gänge-Menü oder ein Sit-In mit deep-shit Gesprächen 😉 }

Holla, da fällt mir tatsächlich rein gar niemand spontan ein. Ich hab’s in der Regel nicht so mit berühmten Persönlichkeiten. Die sitzen auch alle nur mit dem nackten Poppes auf dem Klo, so dass ich herzlich selten von jemandem derart beeindruckt bin, dass er/sie/es mir dauerhaft im Gedächtnis bliebe.

Was sicherlich einen gewissen Informations- und Unterhaltungswert hätte, wäre ein Abend mit Obamas, vielleicht wäre mir dann so manches Weltgeschehen danach etwas verständlicher. Vielleicht aber auch nicht und den ganzen Abend über Politik zu reden, ist, wenn ich genauer drüber nachdenke auch nicht so wirklich meins.

Ich glaub, dann such ich mir lieber Ellen DeGeneres aus. Die hat definitiv hohen Unterhaltungswert. Und sollte sie wider Erwarten hinter der Kamera völlig anders sein, besteht eine gewisse Chance, dass auf einer Party mit ihr genügend andere Persönlichkeiten sind, dass der Abend doch noch vielversprechend wird.

2. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?

Ich singe zum Entsetzen unseres Nachwuchses auch laut, wenn ich nicht alleine unterwegs bin. Singen geht immer.

3. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?

{Die Inspiration zu dieser Frage kam mir, als ich die Antworten auf meine März-Fragen bei Wiebke von drinnen & draußen las. Wahrscheinlich ihr auch ganz spezielle Redewendungen in petto, je nachdem ob ihr Kinder habt oder wie alt diese sind. Und vielleicht schiebe ich bei der Gelegenheit noch gleich die „artverwandte“ Frage hinterher, welche typischen Eltern-Sprüche ihr früher selbst immer von Herzen gehasst habt. Vielleicht benutzt ihr sie ja mittlerweile selbst ;)}

Unser familiärer Running Gag ist „und wenn es draußen so grau ist und man so alt ist…“. Der Spruch stammt aus einem Telefonat mit meiner Mutter, Gott hab sie selig. Ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr, wie er zustande kam, aber es war in einem Szenario, dass wir derart drüber gelacht haben, dass der Spruch seit mindestens 10 Jahren immer wieder auftaucht.

Was sonstige deutsche Redewendungen betrifft, muss ich gestehen, damit auf Kriegsfuß zu stehen. Ich kenne sie zwar fast alle, schaffe es aber regelmäßig, sie derart zu verhunzen, dass mein Umfeld peinlich beschämt wegschaut oder sich nach meinem Promillewert erkundigt. Entweder ich packe zwei unterschiedliche in eine, der Klassiker diesbezüglich wäre „ich zeig dir, wo der Hase hängt“ oder ich übersetze luxemburgische eins zu eins ins Deutsche „zu viel ist zu viel und wenn es gebetet ist“. Wie dem auch sei, meistens endet es mit befremdlicher Stille und verwirrten oder mitleidigen Blicken.

Einen weiteren Spruch, der mir immer entfährt gibt es zwar auch, zu dem wollte ich die Tage aber sowieso einen Blogbeitrag verfassen. Denn was man so alles von sich gibt und in welcher Häufigkeit, wird einem wirklich erst bewusst, wenn der Nachwuchs alles nachplappert und einem so völlig ungeschminkt den Spiegel vorhält. Aber wie gesagt, dazu die Tage mehr, schaut also gerne nochmal vorbei.

Edit: da muss ich doch glatt noch mal ergänzen. Auch noch ein Relikt aus Zeiten älterer weiblicher Familienangehöriger: „Kinder betet, Mutter platzt.“ Klassischerweise angewendet direkt im Anschluss an den Festtagsschmaus.

4. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder auch grundsätzlich negativen Aura gibt?

Schwierige Frage. Dazu müsste ich mir erst mal Gedanken machen, was ich genau unter Aura verstehe. Ich glaube die Ausstrahlung eines Menschen ist unmittelbar daran gekoppelt, wie glücklich und zufrieden die Person mit sich selbst ist. Menschen, die mit sich im Einklang stehen strahlen auf mich definitiv etwas Positiveres aus, als welche die rummosern und bei allem ein Haar in der Suppe finden. Inwiefern das aber angeboren, antrainiert oder Beeinflussung von außen ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Vom Bauchgefühl her würde ich sagen, es ist keine grundsätzliche Geschichte sondern man kann es selbst beeinflussen. Dann wiederum fallen mir aber auf Anhieb ein paar Menschen ein, die sich glaube ich noch so anstrengen könnten und ich würde sie immer noch unsympathisch finden und dann auch solche, die mir selbst beim Mosern und Meckern und Dauernörgeln noch unterhaltsam und sympathisch sind. Sicher gibt es angeborene Charakterzüge. Und je nachdem in welche Richtung diese Charakterzüge gehen, fällt es dem einen vielleicht leichter, der Welt positiv entgegenzutreten als es vielleicht bei dem anderen der Fall ist.

Aber da wäre dann auch noch die Komponente des Empfängers. Was auf mich positiv wirkt, mag vielleicht auf jemand anderes total blöde wirken. Insofern können Menschen mit einer für mich positiven Aura vielleicht auf jemand anderes total negativ wirken. Mir fällt da spontan eine Influencerin bei Instagram ein, die Follower im hohen fünfstelligen Bereich hat und immer wieder hochgelobt wird für ihre positive Art, ihre Natürlichkeit und Authentizität…

Auf mich wirkt sie überheblich, zickig, nachtragend und alles in allem ziemlich unerträglich. Ich kann die Meinung der x-tausend Follower diesbezüglich also nicht im Ansatz teilen. Hat sie nun eine positive oder eine negative Aura? Letztlich liegt es wohl im Auge des Betrachters.

5. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?

Zusammenzucken, weil das Babyphon knarzt. Und dann hoffen und beten, dass es bitte, bitte, bitte nur ein Umdrehen im alten Holzbett und nicht schon das Ende des Mittagsschlafes war.