Schon wieder ein fünfter im Monat. Sprich, Zeit für den neuesten Fragenkatalog von Luziapimpinella.com:
1. Wen fragst du, wenn du einen guten Rat brauchst?

Ehrlich gesagt kommen mir gar nicht so viele Momente in den Sinn, wo ich überhaupt Rat gebraucht hätte, deswegen: in der Regel niemanden oder aber den Mann. Als meine Mutter noch lebte, hab ich mich viel mit ihr ausgetauscht, aber auch eher selten um Rat gefragt, denn meine Entscheidungen standen eigentlich immer mehr oder minder sofort fest. Aus dem Bauch raus, ohne wahnsinnig viel abzuwägen.

Inzwischen mit eigener Familie sieht es natürlich etwas anders aus. Nachdem Entscheidungen, die getroffen werden müssen nicht mehr nur mich selbst betreffen, sondern halt auch Mann und Kind, bespreche ich natürlich alles relevante mit den beiden, bzw. überwiegend dem einen. Böse Zungen würden jetzt behaupten, nur damit wir es am Ende dann doch so tun, wie ich möchte, aber das liegt zum einen daran, dass der Mann und ich recht ähnlich ticken und eh recht ähnliche Entscheidungen treffen und zum andern, dass ihm vieles egaler nicht sein könnte und die Entscheidung dann doch bei mir liegt. Sprich auch da gibt es eher selten Ratschläge, sondern mehr den gemeinsamen Konsens. Und ansonsten hilft nur hoffen und beten bzw. machen und schauen, was es bringt.

Abgesehen davon bin ich eh der Meinung, dass es für jede Situation den passenden Abschnittsgefährten gibt und sich das Leben schon was bei denkt, Menschen kommen und gehen zu lassen. Viele schwören ja „auf die eine beste Freundin“ in puncto Austausch, da ich eine solche aber seit Menschenangedenk nicht habe, nehmen den Platz bei mir Menschen ein, die aus welchen Gründen auch immer gerade eine Rolle in meinem Leben spielen. Sei es der damalige Arbeitskollege, der mir in stundenlangen Telefonaten bei einem Gerichtsverfahren zur Seite stand, die Nachbarin, die eine Trennung mit mir durchstand oder diverse Studienkollegen, die jeder für sich zum passenden Moment in mein Leben traten und mitunter eben auch wieder heraustraten.

Bestimmt ist es toll, im Freundeskreis den einen Menschen zu haben, mit dem man seit Jahrzehnten Sorgen, Ängste, Note, Freud und Spaß teilt. Mein Lebensweg war dafür bisher aber zu kurvig mit zu vielen Ortswechsel versehen, so dass die meisten von den „ganz alten Freunden“ irgendwann mal woanders abgebogen sind und man sich inzwischen allenfalls nur mehr sporadisch kreuzt. Dauerhaft beratende Posten sind in meinem Leben also vakant, wenn auch nicht dringend zu besetzen, da es kaum Anlass dafür gibt.

2. Welchen Modetrend, den du früher mal mitgemacht hast, findest du heute nachhaltig lächerlich?

Jetzt bin ich gleich schon wieder ein Partypooper. Ich kann mich nicht erinnern, je einen Modetrend mitgemacht zu haben. Wuäh wie langweilig.

Aber zur Erklärung: Meine Jugend fand überwiegend in den 90ern statt. Sie bestand modetechnisch also aus löchrigen Jeans, Red Hot Chili Peppers oder Pearl Jam Shirts und Doc Martens Boots. Alles Teile, die ich ohne weiteres auch heute noch tragen würde, wären da nicht die 3 Kleidergrößen Unterschied. Meine gelben Timberland Halbstiefel z.B. habe ich seit 1996, die trage ich auch heute noch (ein Hoch auf gleichbleibebde Schuhgrößen).

Alles andere, seien es Plateausohlen, Schlaghosen, Tarn-/Animalprint, Schulterpolster, Stringtangaarschfaxe aus Hüfthosen, Arschgeweih oder Baggypants, hatte ich nie, wollte ich nie und werde ich wohl auch immer gänzlich überflüssig finden. Gib mir ein Shirt und eine Jeans und ich bin zufrieden. Klappte die letzten 30 Jahre, wird auch die nächsten 30 klappen.

Für die richtigen Kracher wie Mireille Mathieu Gedächtnisfrisur, die Weihnachtsausgabe des Dalton Brothers Outfits und Puschelhausschuhe kann ich nicht verantwortlich gemacht werden.

3. Willst du immer alles erklären?

Ich hab Lehramt studiert. Noch Fragen?

4. Wie würden dich Leute beschreiben, die dich zum ersten Mal sehen?

Das können dir nur Leute sagen, die mich zum ersten Mal sehen. Ich seh mich seit 40 Jahren, das disqualifiziert mich irgendwie bei der Antwort dieser Frage.

5. Was für eine Art Humor hast du?

Was ich überhaupt nicht mag sind Spott und Hohn oder Reinlegegeschichten à la Verstehen sie Spaß. Das regt bei mir nur Fremdschämen an, ansonsten kann ich aber über fast alles lachen. Auch (oder gerade?) wenn’s böse, makaber oder politisch nicht korrekt ist. Alles in allem bin ich wirklich sehr leicht zu erheitern.

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