Irgendwie läuft es derzeit darauf hinaus, dass ich genau einmal im Monat blogge. Und zwar immer zum fünften zur Fünf Fragen am Fünften Runde. Das ist nicht gut. Nein, nein, das ist nicht gut.

Also die Fragen natürlich schon, aber dass der Familienalltag mich so fordert, dass das Bloggen zu kurz kommt, stimmt mich nicht froh. Mit Kindergarten, den ersten Kindergartenseuchen und einem völlig neuen Tagesablauf, brauch ich wohl doch einfach noch ein paar Wochen, bis sich alles wieder so eingependelt hat, dass der Kopf frei ist fürs Schreiben. Nicht, dass ich nicht noch 10 Artikel vorbereitet hätte, nur ist es wie es immer so ist: entweder man hat Fotos aber keinen Text, oder man hat Text aber keine Fotos. Irgendwas fehlt auf jeden Fall immer, um auf „Veröffentlichen“ zu klicken. Ich arbeite dran. Ich hab euch nicht vergessen 🙂

Aber nun zu den interessanten Punkten des Tages:

1. Was ist der größte Unterschied zwischen dir und deinem Partner? (alternativ auch gerne ein anderer Lieblingsmensch!

Die Ruhe. Himmel Halleluja die Ruhe. Um bei den Fotos vom Flughafenfest zu bleiben…während der beste Ehemann von Welt eher so ist:

Bin ich eher so:

Also ein klassischer Fall von „in der Ruhe liegt die Kraft“ vs.“Druck im Kessel“.

Wenn ich sage „können wir bitte schnell…“ heißt das in meinem Kopf schnell. Also mein schnell. Hingehen, machen, zurückkommen, zillionen restliche Dinge angehen, fertig. In seinem Kopf heißt es: „schreibe drei WhatsApp Nachrichten, google etwas über Erdwärme, Pulled Pork oder Sousvide–Garen, hole die Schuhe, ziehe sie an, binde sie, google etwas übers Adblue-Auffüllen im Auto, Haltbarkeit der Scheibenwischer und näher dich dem Auto.“

Ich kaufe gar nicht erst Schuhe mit Schnürsenkel. Und wenn doch, werden sie einmal gebunden und danach nie wieder geöffnet. Verschenkte Lebenszeit.

Während ich also mit den Hufen scharre, die Kravatte immer enger wird und ich kurz vorm in die Luft Gehen bin, denkt er sich „was ist sie nur so unentspannt, ich bin doch unterwegs.“

In Anbetracht der Tatsache, dass wir alle nur eine begrenzte Zeit auf dieser Erde verweilen, tue ich mich wiederum äußerst schwer, mich in diesem Punkt in Geduld zu üben, auch wenn es mir vielleicht in der ein oder anderen Situation gut täte. Ich habe einfach gerne Dinge erledigt. Sofort. Am besten gestern, damit man gar nicht mehr drüber nachdenken muss. Wo man(n) die Gelassenheit hernimmt, nicht drüber nachzudenken, obwohl es nicht zu Ende gebracht ist, wird sich mir wohl niemals erschließen.

Aber auch wenn mich dieser Punkt bisweilen an den Rande des Wahnsinns treibt, weil der Grad zwischen „Ruhe“ und „Gleichgültigkeit“ je nach eigener Stimmungslage sehr schmal wirkt, ist es sicherlich einer der Gründe, weswegen wir die richtigen Streits in über 10 Jahren Beziehung an einer Hand abzählen können. Eigentlich sogar an einem Finger. Nicht auszudenken, wenn er ähnlich alltagsungeduldig wäre.

2. Was würdest du deinem Kind am liebsten für’s Leben mitgeben?

Menschen lügen.

Gott, klingt das jetzt negativ. Und das obwohl ich alles in allem ein eher optimistischer Mensch bin. Nichtsdestotrotz finde ich diese Information fürs eigene Selbstwertgefühl ziemlich wichtig. Nachbars Garten ist grüner, das Haus schicker, das Auto größer, die Klamotten teurer? Er wird dir nicht sagen, dass sein Kontostand eventuell im fünfstelligen Minusbreich ist.

Der Schulfreund hat laufend das neueste iPhone, Xbox, beliebiges Gimmick deiner Wahl? Er wird dir nicht sagen, dass er stattdessen lieber mal die volle Aufmerksamkeit seiner Familie hätte.

Die Menschen, Wohnungen und Gegenstände bei Pinterest, Instagram und FB lassen dich glauben, da nie mithalten zu können? Sie werden dir nicht sagen, dass Photoshop dafür verantwortlich ist und keine Realität der Welt so aussieht.

Also ist es wichtig zu wissen: Menschen lügen.Sie beschönigen, sie pimpen und sie verheimlichen. Nicht alle, nicht immer. Aber verdammt viele. Es ist in den Köpfen der Menschheit einfach noch nicht angekommen, dass man nicht mehr der schnellste und stärkste sein muss, weil man sonst das Mammut nicht erlegt und den Fortbestand der Menschheit gefährdet. Dieser ureigene Wettbewerb steckt einfach immer noch drin und wenn man schon nicht der schönste, schnellste, beste ist, lässt man es eben so scheinen. Fake ist till you make it. Dabei hängt der Fortbestand der Menschheit gar nicht davon ab, wer am vegansten isst, wessen Kind als erstes durchschläft oder wer den teuersten Schnickschnack sein eigen nennt.

Deswegen bevor du dein Selbstwertgefühl beeinflussen lässt: Menschen lügen.

Sei offen, sei neugierig, sei achtsam und hinterfrage. Und vor allem: denke selbst, sonst tut es jemand anderes für dich, und das ist selten zu deinem Vorteil. Du bist du, du bist wundervoll und dein Bauchgefühl sagt dir schon, wo es lang geht und was gut für dich ist, vertrau darauf. Und wenn doch mal alle Stricke reißen sollten: frag Mutti alternativ Papa.

3. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?

Handtaschen.

Ich habe eine gepflegten Handtaschenfetisch. Nicht, dass ich immer nur die zwei gleichen verwenden würde, aber besitzen möchte ich sie alle.

4. Was ist das Außergewöhnlichste, dass du jemals auf einer Reise gegessen hast?

Gilt Rheinlandpfalz als Reise? Aus Saarländischer Sicht sicherlich. Meine Reisen sind insgesamt ja eher recht überschaubar und dementsprechend hielten sie sich auch kulinarisch in Grenzen. Aber in Zeiten als ich noch in Trier studiert habe, war ich mal in einer Gastronomie, die Strauße hielt und latent australisch angehaucht war. Dort habe ich Strauß, Krokodil und Känguru probiert. Mein Fazit: Kann man essen, muss man aber nicht zwingend.

Ansonsten gebe ich zu, mich im Ausland gerne an Pommes festzuhalten. Nicht, weil ich nicht offen bin, sondern weil mein Magen zu Hause schon oft angeschlagen ist und mich das einzige wirkliche wirksame Medikament gegen Gastritis allergiebedingt umbringt.

5. In welcher Beziehung möchtest du immer Kind bleiben?

Stellt es mich jetzt als schlechten Menschen dar, wenn ich sage, mein Leben als Mutter könnte so viel einfacher sein, wenn ich auf dem Spielplatz einfach Menschen, die mich nerven die Schippe über den Kopf ziehen könnte, ohne juristisch dafür belangt zu werden?

Na gut, vielleicht nehm ich doch lieber Leichtigkeit und Humor als Antwort. Der meines Dreijährigen und meiner gehen sooo weit nämlich nicht auseinander. Ich finde es mindestens genauso so lustig wie er, wenn er den Elefanten im Buch Pupsrüsselkröte nennt und in der Badewanne so zaubern kann, dass Wasser blubbert und Luft stinkt…

Insgesamt finde ich, dass sich Erwachsene viel zu ernst nehmen und das Leben deutlich leichter wäre, wenn man öfter mal kindliche Lösungswege anwenden würde. Aber ganze ehrlich: so lange ich Caprisonne und Miracoli mitunter als vollwertige Mahlzeit empfinde, bin ich vielleicht auch nicht die qualifizierteste Person, um diese Frage zu beantworten.

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