Kann Spuren von wie auch immer gearteter unentgeltlicher Werbung enthalten.

Und plötzlich war er da der Kindergeburtstag. So spontan wie Weihnachten, so ungeplant wie Ostern. Nachdem die letzten Wochen mehr als vollgestopft waren mit Projekten, Events und zeitraubender Kleinigkeiten, kam die Planung des Kindergeburtstages etwas zu kurz. Dankenswerterweise ist das ganze Drumherum Dreijährigen noch völlig schnurz so lange es nur Luftballons, Seifenblasen und Kuchen gibt und das habe ich gerade so hinbekommen. Wobei stimmt noch nicht mal, das Kuchenbacken habe ich Rabenmutter nämlich aus oben genannten Gründen der Patentante überlassen, statt mich selbst an den Backofen zu stellen. Deswegen wollte ich wenigstens für ein Dessert sorgen. Und zwar für eins, das sowohl groß als klein schmeckt.

Da ich aber immer noch auf dem Trip bin „es wird erst mal verwertet, was da ist“, war die Dessertwahl nicht ganz so einfach, aber das Endresultat war überzeugend: geschmeckt hat’s großartig.

„Alles, was da war“ ist nun aber nicht unbedingt eine fancy, einladende Bezeichnung für ein Dessert, deswegen nenne ich es jetzt einfach mal „Schokobananen Cheesecake im Glas“. Klingt doch direkt wesentlich schmackhafter.

Gut, in unserem Falle war es Schokobananen Cheesecake im Plastikbecher, denn erstens waren die auch noch da, und zweitens werde ich im Leben beim Kindergeburtstag nichts in Gläsern servieren.

Es gab also diese winzigen Portiönchen im Becher. Ja, die Müllwächter werden mich ächten, aber bei Geburtstagen im Juni ist es einfach sinnvoll zu portionieren und keine große Schüssel in die pralle Sonne zu stellen, sondern das Buffet nach und nach mit gekühlten Sachen zu bestücken. Davon mal abgesehen, mag ich kleine Portionen eh deutlich lieber, als Trillionen Reste auf Tellern. Denn wir wissen ja alle, jeder möchte von allem probieren,  sich aber jeweils eine komplette Tagesration drauf packt und nach drei Gabeln zum Bersten satt ist.

Bei diesem Träumchen reichen auch zwei. Fragt mich bitte nicht nach Kalorien, es wird infernalisch sein.

Ich versuche, zu rekapitulieren, wie ich das Dessert hinbekommen habe.

Rezept Schokobananen Cheesecake im Glas

Für circa 12 Leute – da ich im glücklichen Besitz eines Thermomixes bin, gebe ich auch mal die Einstellungen dafür mit an.

Für den Knuspereffekt/Boden

  • 1 1/2 Packungen Oreos (circa 200 Gramm). Hier haben wir den Grund für die völlig sinnbefreite Werbekennzeichnung, aber „amerikanische Doppel-Schokokekse mit weißer Crèmefüllung“ war mir schlichtweg zu blöde, wenn man die Teile auch einfach Oreos nennen kann, gleiches gilt im übrigen für die Bezeichnung Thermomix. Deutsches direktvertriebliche Heiz/Rühr/Mixgerät wäre nämlich genau so dämlich.
  • 75 g Butter

Wie dem auch sei, alles kommt zusammen in den Mixer, Blender oder auch einem Tiefkühlbeutel mit Nudelholz und wird zu einer glatten Masse zermörsert. Im TM dauert das circa 20 Sekunden auf Stufe 4.

Anschließend etwa anderthalb Teelöffel auf den Böden der kleinen Gläser verteilen. Hier eignen sich besonders die kleinen 140 ml Gläser einer in Wehr-Ölflingen ansässigen Firma. Ihr wisst, die mit den Klemmen und roten Dichtungsgummi, oder aber wie bei uns die kleinen 120 ml Plastikgläser aus dem 1€ Laden.

Für die Crème:

  • 6 Blatt Gelatine
  • 100 g Butter
  • 1-2 Esslöffel Kakaopulver
  • 80 g Zucker
  • 2 mittelgroße sehr reife Bananen
  • 200 g Mascarpone
  • 200 g Ricotta
  • 200 g Sahne

Erst habe ich die Gelatine eingeweicht für circa 10 Minuten. Anschließend die Butter geschmolzen und den Kakao mit dem Zucker drin aufgelöst. Klappt auf dem Herd oder im TM auf Stufe 1 für ca. 2 Minuten bei 50 Grad. Bananen in Scheiben hinzugeben und gut shreddern/mixen (TM 15 Sek./Stufe 7)

Mascarpone und Ricotta einrühren (20 Sek./Stufe 4, Sahne hinzugeben und kräftig umrühren (TM 15 Sek/Stufe 4).

5 EL von der Masse mit 6 EL Wasser überm Wasserbad aufwärmen und Gelatine drin auflösen (TM ohne Wasserbad 3,5 min / 50 Grad / Stufe 2).

Vom Wasserbad nehmen und nach und nach die restliche Masse einrühren (TM ca 2 min/Stufe 3). Anschließend die Masse auf die Gläschen verteilen und für circa 4 Stunden kalt stellen, so dass die Masse fest werden kann.

Wer mag kann noch schön dekorieren, schmecken tut es aber auch ohne jegliches Gedöns hervorragend..

Viel Spaß beim Nachmachen und ich freue mich über Rückmeldungen.

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