Erinnert ihr euch, dass ich im Januar darüber berichtet habe, dass ich mir für 2018 vorgenommenen habe, nichts zu kaufen, das weder ersetzt noch Verbrauchsgüter sind?

Nun ist schon mehr als die Hälfte des Jahres um und ich wollte kurz berichten, wie es so um meine #mehralsgenug2018 Challenge so steht.

Gelinde gesagt, habe zwischendrin mal kurz völlig versagt. Januar bis März liefen echt super. Mag daran gelegen haben, dass wir gefühlt nonstop krank, verletzt oder sonstwie ausgehebelt waren, aber ich hab‘s tatsächlich durchgezogen, kaum bis gar kein Geld auszugeben abgesehen von den laufenden Kosten, die man eben so hat, wenn man nicht gänzlich im Wald von Luft und Liebe leben möchte.

Und dann kam der April. Holla die Waldfee. Über Nacht ist der Zwerg in die Höhe geschossen, es passte nicht mehr ein Paar Schuhe, es passte nicht mehr eine Hose und T-Shirts hatten wir eh kaum bis gar keine, da ich bislang der Meinung war, dass der beste Sonnenschutz für Kleinstkinder lange Kleidung ist. Kurzum: ich musste shoppen. Es nützte alles nix.

Und dann passierte das, was wohl so manch Suchtanfälliger kennt: Wehe wenn sie losgelassen.

Aus einem Paar Schuhe wurden 3, zu den Hosen für den Zwerg landeten noch zwei Shirts für mich im Einkaufswagen. Und weil ja auch noch Frühling ist, bin ich kurzum auch nochmal im Baumarkt Amok gelaufen. Wir besitzen jetzt also mehr Gemüsepflanzen und Saatgut als wir Ackerfläche haben, und weil der Garten ja zudem ein bisschen kinderfreundlich werden soll, habe ich kurzerhand auch noch Holz für ein Kinderhochbeet gekauft und weil es gerade so gut flutschte gleich noch ein Trampolin bestellt. Das Klettergerüst ist zumindest gedanklich auch schon geplant und Geräte- und Gewächshaus schlummern ebenso schon in diversen Online-Einkaufswagen, müssten nur noch bestellt werden.

Ups.

Den Ausflug zu Depot mit der ganzen Osterdeko und sonstigem Schnickschnack verschweige ich jetzt mal gepflegt und verbuche ihn unter Geschäftsausgaben. Frau braucht ja schließlich auch ein paar Props, um schöne Fotos inszenieren zu können.

Hallo, mein Name ist Nadine und ich hatte einen Rückfall.

Immerhin kann ich wenigstens das Trampolin rechtfertigen, das stammt nämlich zu großen Teilen aus der Weihnachts- und Geburtstagskasse der Großeltern und wir hatten ja festgesetzt, dass Geschenke nicht unter die Challenge fallen.

Gut gerettet, gell?

Aber: genauso wenig wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, macht ein Ausreißer noch kein schlechtes Jahr. Ich sehe es also recht entspannt. Die Schuhe mussten ja nunmal sein und wenn ich ehrlich bin, schaden die zwei Shirts auch nicht. Denn mein verwaschener Tarnflecken Mama-Look der letzten drei Jahren kann so langsam auch mal wieder einem „ich habe auch Klamotten ohne Loch und Fleck“-Look weichen. Und wenn ich dafür zwei Shirts entsorge, fallen die neuen ja sogar unter „Kaputtes ersetzt“.

Gilt es jetzt eigentlich als Schummeln, wenn ich mir einrede, dass die ganzen Gartensachen ja auch Verbrauchsgüter bzw. Investitionen in die Zukunft sind?

Letztlich aber auch egal, denn Schummeln hin oder her, was ich tatsächlich feststelle ist, dass ich nicht mehr so anfällig für Schnickschnack bin. Nach 7 Monaten Zurückhaltung stellt sich tatsächlich so langsam die Gewohnheit ein, Dinge zwar schön zu finden, aber nicht mehr unmittelbar den Will-Haben-Refkex zu haben. Das stimmt mich äußerst positiv, dass die Aktion langfristig zum Erfolg wird, auch wenn es den ein oder anderen Ausreißer mal geben wird.

Es ist nämlich immer noch so, dass ich einfach sehr gerne online shoppe. Ich rauche nicht, ich trinke nicht, dafür ist mein Laster, mich durch tolle kleine online Shops zu klicken ist und tausend Dinge zu finden, die ich sooo wundervoll finde. Inzwischen schaffe ich es aber problemlos, die Einkaufskörbe nur zu füllen, die Bestellung letztlich aber nicht abzuschicken. Denn ein Blick in unsere Küche, das Wohnzimmer oder gar das Arbeitszimmer und ich weiß wieder „wir haben alles, was wir brauchen“, ich muss es nur finden.

Was ich bisher nämlich leider noch nicht auf die Reihe bekommen habe, ist auszumisten und mir wirklich einen Überblick darüber zu schaffen, was alles so unter unserem Dach schlummert. Es steht immer noch viel zu viel rum und es gibt immer noch viel zu viele Dinge, die entweder entsorgt gehören oder aber in Vergessenheit geraten sind, obwohl sie an sich gut brauchbar wären. Da muss ich wirklich noch ranklotzen. Vor allem im Bastelzimmer. So sehr ich nämlich neue Projekte angehen wollen würde, wenn ich keinerlei Platz habe, alles nur im Weg rumliegt und jedes noch so kleine Eck vollgestopft ist, küsst mich die kreative Muse einfach nicht.

Aber eins nach dem anderen. Jetzt ist erst mal der Garten dran so lange das Wetter halbwegs mitspielt. Regenwetter wird uns schon noch früh genug wieder heimsuchen, da wird schon noch der ein oder andere Tag zum drinnen Ausmisten dabei sein, bei 36 Grad ist eh jede Bewegung zu viel.

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